Ablauf eines Strafverfahrens

Im Strafrecht unterscheidet das Strafgesetzbuch zwischen Vergehen und Verbrechen (§ 12 StGB). Verbrechen sind Straftaten, die mit Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr oder mehr bedroht sind, während dagegen Vergehen leichtere Straftaten sind, die meist vor dem Amtsgericht verhandelt werden.

Nach dieser Unterscheidung richtet sich häufig die Durchführung des Strafverfahrens. Statistisch betrachtet werden pro Jahr etwa sechs Millionen Straftaten in Deutschland polizeilich registriert, also 7.400 Straftaten pro 100.000 Einwohner.1

Das Strafverfahren untergliedert sich in das

Verteidigungsziel: Verfahrensbeendigung

Ziel einer effektiven Strafverteidigung ist die „geräuschlose“ Beendigung eines Strafverfahrens im Ermittlungsstadium. Dadurch wird eine für den Angeklagten oft belastende öffentliche Hauptverhandlung vermieden, die darüber hinaus auch sehr kostenintensiv wäre. Die Chancen für eine Einstellung im Ermittlungsverfahren sind außerordentlich gut: Immerhin zwei Drittel aller Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft enden in Hamburg mit einer Einstellung des Strafverfahrens.

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Effektive Verteidigung im Strafrecht

Die Dinge sind im Strafprozess häufig komplizierter als sie zunächst scheinen.

Eine häufige Fehlvorstellung ist, es gehe im Strafprozess darum, die Wahrheit herauszufinden. Die eine Wahrheit gibt es im Strafverfahren allerdings nicht. Vielmehr haben die Verfahrensbeteiligten nur Theorien der Wahrheit, denn sie alle waren bei der Tat nicht dabei. Es geht vielmehr darum, die individuelle Schuld des Angeklagten festzustellen, ob ihm also die Verletzung eines Strafgesetzes vorzuwerfen ist.

Die Macht des Strafverteidigers ist die Kritik und das Wort. Er kann dort Zweifel sähen, wo längst keine mehr zu sein schienen, kann die einzig richtige Frage an einen Zeugen stellen und gegenüber der Staatsanwaltschaft das bessere Argument haben.

Kompetenz durch Spezialisierung

In keinem anderen Rechtsgebiet kommt es so auf die Kompetenz des Rechtsanwalts an wie im Strafrecht. Während man sich etwa im Zivilrecht je nach Erfolgsaussicht für oder gegen eine Klage entscheiden kann, gibt es diese Möglichkeit im Strafrecht nicht. Der Staat tritt mit der gewaltigen Macht seiner Strafverfolgungsorgane dem Einzelnen gegenüber, für den infolgedessen die gesamte Existenz „auf dem Spiel“ steht. Längst nicht nur finanzielle Interessen, sondern existenzielle: Freiheit, Job, Ehe sowie Familie.

Der Beschuldigte benötigt einen exzellenten Strafverteidiger, der ohne Wenn und Aber für ihn eintritt. Deshalb ist der Rechtsanwalt nirgends eindringlicher aufgefordert, dem Mandanten unnachgiebig Beistand zu leisten. Seine Verantwortung ist so groß wie in keinem anderen Rechtsgebiet. Für den Beschuldigten ist er der rettende Anker.

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  1. Alle statistischen Angaben beziehen sich auf die Polizeiliche Kriminalstatistik / Bundeskriminalamt, 2009 (ohne Straßenverkehrsdelikte). []