Referendariat: Referendare aus Itzehoe und Lübeck

Die Ausbildung unserer Referendarinnen und Referendare aus Itzehoe und Lübeck erfolgt in der Pflichtstation als Anwaltsstation gemäß § 32 Abs. 2 Nr. 4 JAVO und Wahlstation gemäß § 32 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2, Satz 2 JAVO.

Die Rechtsanwaltsstation beginnt im 13. Monat der Ausbildung. Für die Landgerichtsbezirke Itzehoe und Lübeck ist das im April, August und Dezember. Es wird ausdrücklich empfohlen, sich rechtzeitig, am besten zu Beginn des Referendariats zu bewerben. Erfahrungsgemäß ist die Nachfrage sehr groß, selten wird aber auch kurzfristig noch ein Platz frei. Eine Bewerbung (oder eine Nachfrage bei uns) lohnt deshalb immer!

Allgemeines zur Ausbildung unserer Referendare

Die Ausbildung der Referendare erfolgt ausschließlich im Strafrecht. Daneben erhalten die Referendare bei uns Einblicke in die Kanzleiorganisation, das anwaltliche Gebührenrecht und das Berufsrecht der Rechtsanwälte. Wir schätzen den Austausch mit unseren Referendaren und freuen uns auf deren selbst entwickelten Lösungsansätze. Natürlich stehen wir auch gern Rede und Antwort zu allen Fragen unseres Alltags.

Selbstverständlich werden wir Sie für die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften, Probeklausuren und Klausurenkursen vom Dienst freistellen sowie Ihnen eine ausreichende Eigenlernzeit ermöglichen. Außerdem werden wir Ihre Examensvorbereitung fördern.

Voraussetzung für die Zuweisung eines Referendars ist, dass unsere Kanzlei keine zusätzliche Vergütung zahlen darf. Lediglich eine vom Ausbildungsverhältnis klar abgegrenzte selbständige Nebentätigkeit ist gestattet. Eine solche Nebentätigkeit besteht etwa im Verfassen von Beiträgen für unseren Blog Strafakte.de. Dies ist kein Gegenstand der Ausbildung und kann daher als Nebentätigkeit zusätzlich vergütet werden.

Ausbildung in der Anwaltsstation im Strafrecht

Die Ausbildung kann sowohl in der Anwaltsstation und der Wahlstation erfolgen.

Zwar ist die Anwaltsstation grundsätzlich teilbar, eine vertiefte Ausbildung im Strafrecht sowie der Strafverteidigung ist in einem Abschnitt von nur drei Monaten nicht möglich. Erfahrungsgemäß sind unsere Referendare nach drei Monaten gerade eingearbeitet, so dass erst dann überhaupt eine Vertiefung möglich ist.

Die Ausbildung in der Rechtsanwaltsstation erfolgt selbstverständlich praxisnah. Die Referendare erhalten stets die Möglichkeit, an Mandantengesprächen sowie an Hauptverhandlungen teilzunehmen und die Rechtsanwälte zu Mandanten in Untersuchungshaft zu begleiten. Darüber hinaus können Referendare die Mandantengespräche in einfach gelagerten Fällen unter Anleitung auch selbst führen.

Referendare erhalten aktuelle Ermittlungsakten zur eigenständigen Bearbeitung, um die Strafbarkeit des Mandanten in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht zu überprüfen sowie um eigene Lösungs- und Verteidigungsansätze zu entwickeln. Die Ergebnisse der Prüfung werden in einem Aktenvermerk niedergelegt und mit dem Rechtsanwalt besprochen. Erweisen sich die Ansätze als tragfähig, kann außerdem der Entwurf für eine Stellungnahme angefertigt werden.

Ausbildung in der Wahlstation im Strafrecht

Die Wahlstation beginnt direkt nach den schriftlichen Examensklausuren.

Auch in der Wahlstation liegt der Schwerpunkt in einer eigenständigen Bearbeitung von Akten. Die Lösungsansätze werden anschließend mit dem Rechtsanwalt erörtert, z.B. in Form eines Aktenvortrags zur intensiven Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.

Eine vertiefte Ausbildung kann allerdings in nur drei Monaten nicht stattfinden. Es ist schlicht nicht möglich, in dieser Zeit alle Facetten des anwaltlichen Berufslebens darzustellen. Schließlich endet auch kaum ein Mandat unserer Kanzlei innerhalb von nur drei Monaten. Will ein Referendar einen wirklich vertieften Einblick erhalten, etwa weil er den Berufswunsch Strafverteidiger hegt, sollte sie/er beide Stationen in unserer Kanzlei absolvieren. Eine spätere Anstellung ist übrigens keineswegs ausgeschlossen.