Nebenklage

Die Strafprozessordnung (StPO) bietet dem Verletzten oder Geschädigten einer Straftat die Möglichkeit, im Wege der Nebenklage aktiv am Strafprozess teilzunehmen und sich dafür durch einen Rechtsanwalt oder Strafverteidiger vertreten zu lassen.

Eigene Rechte durch die Nebenklage

Dem Nebenkläger stehen – ähnlich der Staatsanwaltschaft – eigene Verfahrensrechte zu, etwa das Beweisantrags- und Fragerecht sowie auch das Recht zur Ablehnung von Richtern oder Sachverständigen. Obwohl Nebenkläger fast immer auch als Zeugen aussagen, dürfen sie trotzdem während der gesamten Hauptverhandlung anwesend sein.

Anschluss als Nebenkläger

Dem Strafverfahren können sich Verletzte der Straftat anschließen, bei Tötungsdelikten die hinterbliebenen Eltern, Kinder, Geschwister oder Ehepartner. Die Nebenklage ist gesetzlich zulässig insbesondere bei

Grundsätzlich fallen die Kosten der Nebenklage dem Verurteilten zur Last, wobei in den Fällen des § 397a StPO die Staatskasse einen Rechtsanwalt als Beistand bestellt und auch die Kosten der Nebenklage trägt.

Dem Mandanten verpflichtet

Im Mittelpunkt meiner Tätigkeit stehen die Mandanten. Ich verteidige die Rechte eines Verletzten oder Geschädigten ebenso professionell und kämpferisch wie die eines Beschuldigten. Im Gegensatz zu den Rechtsanwälten, die ausschließlich als Opferanwälte tätig sind, bin ich ideologisch auf keine bestimmte Seite oder Rolle im Strafverfahren festgelegt. Ich überlasse die Wahrheitsfindung nicht passiv nur der Staatsanwaltschaft, sondern bringe mich aktiv in das Prozessgeschehen ein.

Erwartungen an die Nebenklage

Man muss klar sagen: So sehr der Gesetzgeber versucht, die Stellung des Tatopfers im Strafverfahren gegen den Täter zu stärken, es geht in dem Prozess allein um den Täter. Die Teilnahme an der Hauptverhandlung ist auch keine Art Therapie für das Opfer, wie es sog. „Opferanwälte“ zu suggerieren versuchen. Es gibt keine Genugtuung für die Tat, keine Vergeltung. Die Mittel eines Richters sind Freiheitsstrafe, Sicherungsverwahrung und Führungsaufsicht – nie aber Hölle und Verdammnis.

Aussage gegen Aussage-Konstellationen

Fehlen nach einer Sexualstraftat (sexueller Missbrauch oder Vergewaltigung) aussagekräftige Sachbeweise, wird im Strafverfahren voraussichtlich Aussage gegen Aussage stehen. Viele einseitig opferorientierte Rechtsanwälte zeigen sich von der Konstellation allerdings nicht selten überfordert, da ihnen vertiefte Kenntnisse der strafprozessualen Besonderheiten im Sexualstrafrecht fehlen. Dieses Rechtsgebiet hat sich in den letzten Jahren aufgrund ausufernder Rechtsprechung zu einer Sondermaterie entwickelt. Hinzu kommt, dass die Verteidigung des Angeklagten in solchen Fällen meist konfrontativ auftritt. Davon darf sich der Nebenklägervertreter nicht beeindrucken lassen.

Zeugenbeistand

Rechtsanwalt Laudon ist zusätzlich zur Nebenklage weiterhin als Zeugenbeistand tätig. Jeder Zeuge hat das Recht, auch schon im Ermittlungsverfahren einen Rechtsanwalt als Zeugenbeistand hinzuzuziehen, der ihn berät und während der Zeugenvernehmung bei der Polizei, Staatsanwaltschaft und dem Gericht oder vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Seite steht.

Adhäsionsverfahren

Mit einem Adhäsionsverfahren können zivilrechtliche Ansprüche wie Schmerzensgeld (Schadensersatz als Ausgleich immaterieller Schäden), die aus der Straftat erwachsen, statt in einem eigenständigen zivilgerichtlichen Verfahren unmittelbar im Strafprozess geltend gemacht werden. Dieses Vorgehen hat zahlreiche Vorteile, die ich Ihnen gern in einem unverbindlichen Beratungsgespräch erläutere.

Persönliche Beratung und Klärung Ihrer Fragen

Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient auch nur der ersten Orientierung; ersetzt jedoch keine persönliche Beratung bei einem Rechtsanwalt!

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