Vorladung von der Polizei erhalten?

Das Strafverfahren beginnt für den Beschuldigten meist mit der Vorladung der Polizei zur Vernehmung. Erst dadurch erfährt man, dass überhaupt ein Ermittlungsverfahren geführt wird. Die Polizei ist durch eine Strafanzeige oder zureichende tatsächliche Hinweise auf eine Straftat gezwungen, Ermittlungen aufzunehmen.

Sie haben eine Vorladung von der Polizei erhalten?

Obwohl dieser Brief mit Vorladung überschrieben ist, müsste dort eigentlich Einladung stehen, denn man muss als Beschuldigter der Ladung der Polizei nicht nachkommen. Wenn Sie als Beschuldigter eines Strafverfahrens mit der Vorladung zu uns kommen, werden wir zuerst die Einladung freundlich für Sie absagen.

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Als Beschuldigter lieber schweigen!

Sie sollten die Einladung auf keinen Fall annehmen, da die Gefahr besteht, dass Sie sich in der Vernehmung selbst belasten – und zwar selbst oder gerade dann, wenn Sie unschuldig sind. Es ist Ihr gutes Recht in jeder Lage des Verfahrens einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen. Das Recht sollten Sie unbedingt wahrnehmen, denn diese Entscheidung darf die Polizei nicht zu Ihrem Nachteil werten. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

Wenn Sie sich vertrauensvoll an uns wenden, erläutern wir Ihnen gern in einer Ersteinschätzung die Optionen einer erfolgversprechenden Strafverteidigung. Wir beantragen danach Akteneinsicht, um zu sehen, was Ihnen die Staatsanwaltschaft genau vorwirft und mit welchen Beweisen dieser Tatvorwurf untermauert werden soll.

Nach Akteneinsicht erhalten Sie von uns eine ehrliche Einschätzung Ihrer Situation und welche Optionen sich Ihnen individuell bieten. Auf dieser Grundlage erarbeiten wir gemeinsam eine erfolgversprechende Verteidigungsstrategie, dessen Ziel die Einstellung des Verfahrens noch im Ermittlungsverfahren ist, sofern dies rechtlich möglich ist.

Vorladung als Beschuldigter: Erkennungsdienstliche Behandlung

Nicht selten kommt es vor allem in Hamburg vor, dass Beschuldigte schon sehr früh im Ermittlungsverfahren eine Anordnung sowie Vorladung zu einer erkennungsdienstlichen Behandlung erhalten. Die Polizei will dann von Ihnen Lichtbilder fertigen, Handflächen- und Fingerabdrücke nehmen und außerdem am liebsten noch eine DNA-Probe. Zwar sind diese Maßnahmen nach § 81b StPO grundsätzlich zulässig – aber keinesfalls so früh im Ermittlungsverfahren. Abgesehen davon ist die Abgabe der Speichelprobe stets freiwillig, sofern diese nicht durch einen Richter angeordnet wurde.

Unser Rat: Wir können die Vorladung für Sie absagen, indem wir Widerspruch dagegen erheben oder gerichtliche Entscheidung beantragen. Lassen Sie sich hierzu beraten!

Sofort-Kontakt und persönliche Ersteinschätzung

Bitte vereinbaren Sie telefonisch oder über das Kontaktformular einen Termin für eine persönliche Ersteinschätzung. In dem Gespräch werden wir Ihnen Ihre Optionen und die weitere Vorgehensweise unverbindlich erläutern.

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