Mord, § 211 StGB

Ihr Mann, Ihre Frau, Ihr Kind oder ein sonstiger Angehöriger ist wegen des Vorwurfs des Mordes festgenommen oder verhaftet worden und befindet sich nun in Untersuchungshaft in Hamburg? Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Tatbestand des Mordes, über dessen Voraussetzungen und eine zu erwartende Strafe.

Den Tatbestand des Mordes regelt § 211 StGB, der lautet:

Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

Tatbestand des Mordes

Der § 211 StGB setzt zunächst die Tötung einer anderen Person voraus. Der Unterschied zum Totschlag nach § 212 StGB, der ebenfalls eine vorsätzliche Tötung voraussetzt, liegt im Vorliegen eines sog. Mordmerkmals. Liegt ein solches dagegen nicht vor, handelt es sich um einen Totschlag und nicht um einen Mord.

Die Frage, ob ein Mordmerkmal vorliegt oder nicht, ist in den meisten Fällen nur schwer zu beantworten. Von der Frage hängt jedoch einiges ab: Liegt kein Mordmerkmal vor, handelt es sich „nur“ um einen Totschlag, dessen Mindeststrafe bei 5 Jahren liegt.

Die Mordmerkmale lassen sich in täterbezogene und tatbezogene Merkmale aufteilen:

Täterbezogene Mordmerkmale sind:

  • Mordlust
  • Befriedigung des Geschlechtstriebs
  • Habgier
  • sonstige niedrige Beweggründe
  • Verdeckung oder Ermöglichung einer anderen Straftat

Tatbezogene Mordmerkmale sind:

  • Heimtücke
  • Grausamkeit
  • Verwendung gemeingefährlicher Mittel

Strafe für einen Mord

Der Mord ist ein Verbrechen und wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

Abgesehen von Fällen, in denen das Gericht die besondere Schwere der Schuld festgestellt hat, kann die Freiheitsstrafe nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden.

Pflichtverteidigung

Da es sich beim Mord um ein Verbrechen handelt, hat der Beschuldigte Anspruch auf einen Pflichtverteidiger, den das Gericht beiordnet. Den Pflichtverteidiger kann man frei wählen, daher sollten Sie keinesfalls warten, bis das Gericht Ihnen irgendeinen Anwalt beiordnet. Schon in der U-Haft ist der Verteidiger ein wichtiger Beistand!

Sie haben eine Frage zum Vorwurf des Mordes?

Sie haben eine Frage, die unbeantwortet geblieben ist? Diese Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen nur der ersten Orientierung; ersetzen jedoch keine persönliche Beratung bei einem Rechtsanwalt.

Strafverteidigung, Rechtsanwalt, Strafverteidiger, Anwalt, Kanzlei, Rechtsanwälte, Anwälte, Hamburg, Kiel, Lübeck, Stade, Itzehoe, Schwerin, Norderstedt, Elmshorn, Pinneberg, Raub, Räuberische Erpressung, Räuberischer Diebstahl, Schwerer Raub, Waffen, Werkzeug, Bewährung

Bitte vereinbaren Sie telefonisch oder über das Kontaktformular einen Termin für eine persönliche Ersteinschätzung.

Ihr Name*

Ihre E-Mail-Adresse*

Ihre Telefonnummer:

Betreff

Ihre Nachricht

*Pflichtfelder. Die Daten werden verschlüsselt übertragen. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.