Raub, § 249 StGB

Sie haben eine Vorladung von der Polizei wegen Raubes, räuberischer Erpressung oder räuberischem Diebstahl erhalten? Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Raub, über dessen Voraussetzungen und eine zu erwartende Strafe.

Besondere Ausprägungen mit Einfluss auf die zu erwartende Strafe sind

Den Grundtatbestand des Raubes regelt § 249 StGB, der lautet:

Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

Tatbestand des Raubes

Der § 249 StGB schützt genau wie der Diebstahl zum einen das Eigentum, zum anderen die freie Willensbildung und die Willensbetätigung. Vereinfacht gesagt ist ein Raub ein Diebstahl (Wegnahme) mit Nötigungsmitteln, also Gewalt oder Drohung mit Gewalt.

Als Tatobjekt kommt wie beim Diebstahl eine fremde bewegliche Sache in Betracht. Darüber hinaus muss der Täter in der Absicht handeln, diese fremde Sache sich oder einem anderen rechtswidrig zuzueignen.

Strafe für einen Raub

Der Raub ist ein Verbrechen und wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft, deren Vollstreckung bei einem Ersttäter mit positiver Sozialprognose zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Führt der Täter oder ein anderer Beteiligter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich, handelt es sich um einen schweren Raub, der mit Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren bestraft wird, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Setzt der Täter oder ein anderer Beteiligter die Waffe oder das Werkzeug ein, etwa um den (erwarteten) Widerstand des Tatopfers zu brechen, liegt die Freiheitsstrafe bei mindestens fünf Jahren.

Pflichtverteidigung

Da es sich beim Raub, dem (schweren) Raub mit Waffen, dem räuberischem Diebstahl und der räuberischen Erpressung um ein Verbrechen handelt, hat der Täter Anspruch auf einen Pflichtverteidiger, den das Gericht beiordnet.

Sie haben eine Frage zum Vorwurf des Raubes?

Sie haben eine Frage, die unbeantwortet geblieben ist? Diese Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen nur der ersten Orientierung; ersetzen jedoch keine persönliche Beratung bei einem Rechtsanwalt.

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